DPSG Heimbuchenthal

Die Webseite der Heimbuchenthaler Pfadfinder

Das Schweizer Versprechen

Samstag 17. Juni 2006 von daniel

Zeltlager der Jungpfadfinder- und Pfadfinderstufe in Kandersteg

Am 12. Juni 2006 fuhren die Jupfis und Pfadis aus Heimbuchenthal nach Kandersteg in die Schweiz, auf den internationalen Zeltplatz des Weltpfadfinderverbandes. Am 17. Juni kamen dann nur noch Pfadfinder zurück nach Heimbuchenthal.

Was wir dort erlebt haben, wollen wir euch hier berichten.

Montag

Am Montag, den 12. Juni 2006, war es endlich soweit. Wir fuhren ins lang ersehnte Zeltlager auf den internationalen Pfadfinderzeltplatz nach Kandersteg/Schweiz. Morgens um 6 Uhr trafen wir uns an der Neuen Kirche. Nachdem wir den Gemeindebus beladen und noch die restlichen Sachen aus dem Lager geholt hatten, fuhren wir endlich los.

Bis auf einen etwa einstündigen Stau bei Karlsruhe lief der Verkehr gut. Kurz vor Kandersteg besuchten wir noch den McDonald’s und waren dann um etwa 15:30 Uhr auf unserem Zeltplatz.

Dort angekommen, wurden schnell die Formalitäten erledigt und schon machten wir uns daran, unser Lager für die nächsten 6 Tage zu errichten. Das war zum Glück rasch erledigt. Nun wurde unser erstes Mahl in der Schweiz zubereitet: Es gab Spagetti mit Tomatensauce!

Nach einem gelungenen Essen saßen wir am Abend noch ein bisschen ums Feuer und plantenden nächsten Tag. Müde und erschöpft von der langen Fahrt fielen wir schließlich alle schon um 23:30 ins Bett.

Dienstag


Mittwoch

Nach dem Frühstück und etwas Herumgealbere brachen wir sieben zu einer Wanderung an den Öschinensee auf. Es war ein sehr heißer, sonniger Tag. Dank einiger Pausen und Erfrischungen an kühlen Gebirgsbächen und dem langsamen gleichmäßigen Tempo, das Daniel vorgab, überwanden wir die knapp 500 Höhenmeter.

Der See mit dem teils felsigen und teils schlammigen Ufer ist wunderbar gelegen unterhalb eines Gletschers und das Wasser ist blau. Alle außer Lisa nahmen ein Bad in dem eisigen Nass. Nach dieser Erfrischung und einem Eis liefen wir weiter zur Sommerrodelbahn. Dort gaben wir uns alle der rasanten Fahrt hin.

Da uns der Sessellift zu teuer erschien, stiegen wir zu Fuß ab. Caren bekam dabei Knieprobleme. Wieder in Kandersteg suchten wir den Supermarkt auf und kauften uns etwas zu Naschen und kühle Getränke.

Auf dem Zeltplatz verarzteten wir Lisas Blasen und Caren begann damit Chili zu kochen. Nach dem leckeren Abendessen folgte ein weiterer Höhepunkt: An unserem Kletterfelsen legten Niclas, Lisa und René ihr Pfadiversprechen ab.

Den Abend ließen wir mit einer gemütlichen Runde am Lagerfeuer ausklingen. Dabei hörten wir “Radio Berner Oberland” um das WM-Spiel Deutschland gegen Polen zu verfolgen. Den Abschluss des tollen Tages bildete die mitternächtliche Kletter- und Abseilaktion, die René angeregt hatte. Nur Taschenlampen spendeten Licht, so dass es für die Mutigen doch recht aufregend und spannend war sich abzuseilen.

Donnerstag

Nach dem Frühstück, das diesmal die drei Jungs einkauften, fuhren wir los nach Wimmis. Wir wollten eigentlich Klettern gehen, aber das ist ohne Steinbruch leicht suboptimal. In Wimmis haben wir unser Kletterziel erst mal ne ganze Zeit lang suchen müssen. Als wir dann aber doch endlich ankamen, ging es los.

Jeder hat es mal probiert, auch Mélanie und Lisa, wobei letztere am Anfang nicht ganz so begeistert war. Sie hing oben am Fels und hat wie am Spieß geschrieen. Mélanie, Carens Austauschpartnerin aus Frankreich, war hellauf begeistert und hat sich sogar so etwas wie einen Wettkampf mit Caren und Niclas geliefert. Da sieht man: Geschwisterliebe ist wahre Liebe, auch wenn es nur Austauschgeschwister sind.

Nachdem wir Vormittag und Nachmittag an der Wand verbracht hatten, sind wir auf dem Rückweg noch mal beim Coop vorbei und haben uns mit Naschzeug eingedeckt. Abends hat Lisa Schinken-Nudeln gekocht. Naja Lisa, nichts gegen dich, aber ich bin dafür, dass es in Zukunft keine Schinkennudeln mehr aufm Zeltlager gibt.

Darauf folgte ein gemütlicher Abend am Lagerfeuer … Wir spielten die verschiedensten Varianten von Stadt-Land-Fluss…. Ach ja, und da war dann noch das Mitternachtsabseilen … Ich war zwar nicht dabei, aber was ich so aus Erzählungen weiß, scheint es ganz lustig gewesen zu sein …

Freitag

Schon am Donnerstagabend erfuhren wir aus dem “Radio Berner Oberland”, dass dies der erste Tag unseres Zeltlagers werden sollte, an dem es regnen wird. Dies stuften wir zwar alle als suboptimal ein, ließen uns die Laune aber trotzdem nicht verderben: Wir planten einen Schwimmbadbesuch!

Nach nicht all zu frühem Frühstück und einigen Kilometern Fahrt talabwärts kamen wir auch dort an. Im kombinierten Frei- und Hallenbad widmeten wir und zuerst der Halle. Wir fanden heraus, wer wen am besten von wessen Schultern schmeißen kann und auf wessen Schultern er dazu sitzen muss. Im Freibad testeten wir die Rutschen und das Einmeterbrett. An den Saltoübungen nahmen leider zu wenige teil.

Bei einer Stärkung auf der Liegewiese konnten wir beobachten, wie man – besser nicht – Volleyball spielt. Die sinkende Temperatur und der aufkommende Regen vertrieben uns nach und nach wieder ins Hallenbad. Dort testen wir noch, wie viele Leute man stehend übereinander stapeln kann. Außerdem fanden wir heraus, dass es manchmal sehr schwer sein kann, “deutsch” sprechende Kinder zu verstehen.

Zurück am Zeltplatz schürten wir den Grill an. Da wir etwas spät dran waren und es wieder regnete, mussten wir im Schein sehr weniger Taschenlampen in der Jurte essen. Was wir aßen, sahen wir nicht, geschmeckt hat’s aber trotzdem.

Samstag

Nach einer regnerischen Nacht sind wir am Samstagmorgen, in der Hoffnung auf trockene Zelte, ziemlich spät aufgestanden. Nach einem ausgiebigen Frühstück packten wir zusammen und bauten die Zelte ab.

Vor der Heimfahrt gaben wir unsere letzten Schweizer-Franken für Aufnäher, T-Shirts, Flaschen usw. aus. Da es, als wir Bern passierten, doch schon ziemlich spät war, entschlossen wir uns Bern doch keinen Besuch abzustatten. Stattdessen fuhren wir auf dem schnellsten Weg zum nächsten McDonalds in Deutschland.

Am frühen Abend kamen wir in Heimbuchenthal an. Nach einem kurzen Besuch an unserem Container wurden wir einer nach dem anderen nach Hause gefahren. Insgesamt waren wir alle sehr begeistert. Leider waren zu wenige Pfadfinder auf dem Platz, man sollte also besser in den Sommerferien fahren.

Bericht verfasst von allen Teilnehmern an verschiedenen Tagen

Dieser Beitrag wurde erstellt am Samstag 17. Juni 2006 um 15:16 und abgelegt unter Jungpfadfinder, Pfadfinder, Zeltlager. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.

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