DPSG Heimbuchenthal

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Ausflug nach Würzburg ins “Café Blind Date”

Freitag 28. Oktober 2005 von admin

Am Donnerstag, den 27.10.2005, unternahmen die Jungpfadfinder (Niclas, Rene, Leopold, Lisa und Christine) zusammen mit den Pfadfindern (Caren und Daniel) einen Ausflug nach Würzburg in ein Blindencafe. Um 17 Uhr starteten wir mit dem Gemeindebuschen an der neuen Kirche in Heimbuchenthal.

Nach einstündiger Fahrt kamen wir endlich am “Café Blind Date” an, wo Christine schon auf uns wartete. Nach kurzer Wartezeit im Vorraum des Cafes, die wir uns mit Spielen für Blinde wie z. B. Hörmemory vertrieben, war es endlich soweit: Eine Mitarbeiterin brachte uns in den völlig abgedunkelten Raum, in dem man noch nicht einmal seine Hand vor Augen sah, und führte uns zu unserem Tisch. Eine nette Bedienung war sofort zur Stelle und nahm unsere Bestellung auf. Nach etwa einer halben Stunde wurden wir auf eigenen Wunsch wieder hinaus ins Licht geführt.

Ausflug nach Würzburg

Dort probierten wir noch aus, wie es ist, als “Blinder mit Krückstock” durch die Gegend zu laufen. Jeder, der wollte, konnte sich eine Brille aufziehen, so dass er nichts mehr sah, und mit einem Blindenstock das Gebäude unsicher machen.

Vom “Café Blind Date” aus fuhren wir dann zu Christine ins Wohnheim, von wo es nach einer kleinen Besichtigungstour weiter zum McDonalds ging. Nach einer Stärkung traten wir wieder die Heimreise an und waren dann um etwa 21 Uhr wieder zurück in Heimbuchenthal.

Es war ein toller und vor allem lustiger Ausflug, den wir hoffentlich im nächsten Jahr wieder machen werden.

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Pfadfindersommerlager von 28. Juli – 13. August 88

Sonntag 21. August 1988 von daniel

Mit der Hilfe von Marios Eltern,  die  uns  zwei  Tage  begleiteten, brachten wir unsere ganze Ausrüstung in Richtung Schwäbische  Alb, Zielort: Hundersingen. Nach wenigen Stunden fahrt kamen wir an und begannen sofort mit den üblichen Routinearbeiten.  So entstanden im Laufe der ersten Tage unserer Anwesenheit eine begeisternswerte Kochstelle, das “Pentagon”, und was eben noch so dazu gehort. Am Montag geschah dann aber etwas, was die ganze Lagerzeit prägte. Es gesellte sich noch eine Schülergruppe zu uns auf den Platz. Wir bauten gerade über eine kleine Schlucht in der Nähe des Platzes eine “Seil-Rutsch-Brücke”, zu deren Benutzung wir auch die Schülergruppe einluden. So taute das Eis zwischen uns und es sollte sich noch herausstellen, dass diese Bekantschaft so schnell kein Ende nehmen wird. Denn von diesem Tag an unternahmen wir nahezu alle Aktivitäten gemeinsam.

Im Bezug aufs Kochen über offenem Feuer kämpfte Mario immer an vorderster Front und verwohnte uns geradezu mit seinen Kochkünsten. Es geht doch nichts über einen sehr guten Sippenkoch. Die Woche verbrachten wir mit dem Studieren von Pfadfinderliteratur, dem Einüben von pfadfinderischen Techniken, abendlichen Lagerfeuern, singen und dem Planen von Plateaus. Dieses Plateau ist sowieso eine Geschichte für sich.  Sechs Stunden verbrachten wir beim Fellen von 40 Fichten, die uns ein Förster markiert hatte, im Wald. Der Platzwart Herr Holder, stellte uns freundlicherweise sich und seinen Traktor zur Verfügung, um die gesamte Stämme auf den Lagerplatz zu schaffen, womit die Hauptarbeit erst richtig begann. Da das Plateau ohne Nagel, sondern nur mit Bünden gebaut werden sollte, benotigten wir sehr viel Zeit für das exakte Bearbeiten der Stämme: beiteln, sägen, bohren.

Ein Umstand aber sollte alle Arbeit zunichte machen, was wir aber zu diesem Zeitpunkt nicht so hoch bewerteten: Der Boden war sehr steinig, so daß wir die Stützen nur etwa 20 cm tief eingraben konnten. So bauten wir dennoch wie die Verrückten. Als dann so langsam der Plateauboden verlegt wurde, bauten wir unser Zelt unten ab und oben wieder auf und lagerten unsere gesamte Ausrüstung unter dem Plateau, um sie vor dem nahenden Unwetter zu schützen. Dann geschah das Nieschmetternde, das unsere ganze Arbeit zunichte machte:  Der gesamte Rahmen des Plateaus brach, trotz Zusatzsicherung nach allen Seiten, seitlich weg und fiel direkt auf unsere Ausrüstung. Verletzt wurde niemand, aber es war schon ganz schon deprimierend, die vielen Stunden der Arbeit auf dem Boden liegen zu sehen.

Trotz  dieser  unglücklichen  Umstände darf man aber auch  die  interessantn Seiten nicht vergessen. So  waren  wir aufgrund  einer  Bekanntschaft  mit  dem “Lautertal Betreuungsdienst” nach Münsingen  in  die  Bundeswehrkaserne  zum Kleinkaliberschießen eingeladen worden, was uns sehr viel Spaß bereitete. Wir gingen zusammen zum Abseilen  zur leicht außerhalb von Hundersingen liegenden Burgruine. Für fast alle war es
das erste Mal, wo sie 20 m über dem Boden nur an einem Stück Seil in der Luft hingen, doch haben es  alle wunderbar geschafft.

Am Mittwoch unserer zweiten Lagerwoche mußten wir leider von unseren guten Freunden trennen, denn diese traten, nachdem sie ihr Lager wegen uns schon zwei Tage verlängerten, den Heimweg an. Doch zuversichtlich sahen wir dem Abend entgegen, an dem wir von ihnen durch Reutlingen gefuhrt werden sollten.
Die Bedienung und die Gäste in der Reutlinger Pizzeria werden ganz schon erschrocken sein, als eine 12 Mann starke Gruppe kurz vor dem Essen ein ewig lautes “Mahlzeit” in den Saal  schmetterte.  Dieses “Mahlzeit” schreien wurde im Lager täglich vor den Mahlzeiten gehandhabt, so daß es für uns schon ein fester Brauch wurden.
Wir haben unseren Freunden Alex,  Britta,  Petra,  Martin,  Claudia, Axel, Leo, Armin und Katja mit Sicherheit einen Großteil dieser unvergeßlichen Tage zu verdanken, nicht zu vergessen: die Hohlentour, geführt von Martin Hageloch, die uns auch auf das Schloß Lichtenstein führte.

Nun ging auch dieses Lager einmal zu Ende. Den letzten Abend verbrachten wir noch einmal im Kreise unserer neu gewonnen Freunde am Lagerfeuer bei selbstgebratenen Hähnchen. Der endgültige Abschied von ihnen viel schwer, doch versprachen wir uns bleibende Kontakte und Gegenbesuche.
Nachdem wir am Freitag  schon  einen  Teil  der  Ausrüstung  verpackt hatten,  konnten  wir  am  Samstag  morgen  in  aller  Ruhe  unsere Siebensachen in den VW-Bus von Thomas, Winfried und Harald verstauen. Sie hatten nämlich ihren “Abholdienst” gleich mit einer Spritztour durch die Schwäbische Alb verbunden.
Dass sie in der Nacht vorher schon da waren und uns einen Streich spielen wollten, der aber an  der  Unauffindbarkeit  unseres  Zeltes scheiterte, erzählten sie uns erst später. So brachen wir denn gen Heimat auf; rückblickend auf zwei aufregende und erlebnisreiche Wochen, über die man noch lange erzählen wird.

Der Beitrag erschien ursprünglich in der im Dezember 1988 einmalig erschienenen Stammeszeitschrift “Wegzeichen”

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Wochenendlager der Sippe Hirsch am 16. und 17. April 88

Dienstag 19. April 1988 von daniel

Die Bekanntschaft von Stefan zu einem Oberfeldwebel aus seiner Kaserne war der Grund für dieses Wochenendlager. Da dieser in einem Alpenverein Mitglied war, der eine Hütte in der Rhön besaß, lud er uns für ein Wochenende unter seiner Führung in diese Hütte ein.

So trafen wir uns also am Samstag morgen vor der Balthasar-Neumann-Kaserne in Veitshochheim mit Herrn Sievers, um gemeinsam mit ihm auf die Hütte zu fahren. Es war  schon  gar  nicht  so  einfach,  die Hütte  zu  finden. Dies  bestätigte  Herr Sievers noch, als er uns von Wanderern erzählte, die nur ganz knapp an  der  Hütte vorbeiliefen,  ohne  sie  zu  bemerken.  Wir waren schon recht glücklich, nach dem Aufstieg die  Hütte  vor  uns  zu sehen.  Nach einer kurzen Begrüßung durch  den  Hüttendienst verstauten wir zuerst einmal unsere Ausrüstung in den Schlafräumen auf dem Dachboden.

Nach einer kurzen Pause machten wir uns auf den Weg durch die Natur der Rhön. Wir wateten durch Schneefelder, vorbei an einem kleinen Schlößchen, bis hin zu alten Bergwerksschächten. Die Stimmung war gut und auch das Wetter hielt sich. Das Schlußstück unserer Tagestour machte uns schon ein bißchen zu schaffen, aber wir kehrten wieder alle wohlbehalten nach von unserem 20-km-Trip zurück. Müde, aber glücklich, fielen wir nach dem Abendessen in unsere Schlafsäcke.

Nach dem Aufstehen wuschen wir uns an den eiskalten Bergquellen, was eine gewisse Wachheit garantierte. Nach dem Frühstück setzten wir uns zu einem geradezu fürstlichen Frühstück zusammen, zu dem auch die Frau des Hüttendienstes ihren Beitrag leistete. Nach dem Frühstück verzogen wir uns noch ein bißchen nach draußen, um, wenn wir schon einmal in gebirgigem Gebiet waren, das Alpine Notsignal in der Praxis zu üben. Die Auffrischung von Erste-Hilfe-Kenntnissen beil kleinen Wunden kam hierbei auch nicht zu kurz.

Nach dem Mittagessen machten wir uns schon wieder auf den Heimweg. Diese Fahrt wurde allerdings durch eine Panne an Stefans Auto um einige Stunden verzögert. So kamen wir, nachdem wir uns von Herrn Sievers dankbar verabschiedet hatten, eben etwas spater, aber dennoch vollgepackt mit guten Eindrücken, nach Hause.

Der Beitrag erschien ursprünglich in der im Dezember 1988 einmalig erschienenen Stammeszeitschrift “Wegzeichen”

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